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Ersatz von Tierversuchen als Herausforderung

Mit der 1986 erfolgten Verabschiedung der Richtlinie 86/609/EWG hat sich die Europäische Gemeinschaft klar zur Zielsetzung der Reduktion von Tierversuchen und der Förderung von Ersatz- und Ergänzungmethoden zu Tierversuchen bekannt. Konsequenterweise wird seit 1994 im Rahmen eines europäischen Schwerpunkt-forschungszentrums mit dem Titel "ECVAM - European Centre for the Validation of Alternative Methods" die europäische Forschung in diesem Bereich koordiniert. Es ist der Wille der Europäischen Union, dass in jedem Mitgliedsstaat ein nationales Referenzzentrum entstehen soll. zet ist das Kompetenzzentrum für Österreich.

Die Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen ist eine wissenschaftliche, wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Herausforderung.

In staatlichen und internationalen Richtlinien werden Tierversuche als Zulassungsbedingung für Arzneimittel, Lebensmittelzusatzstoffe, Kosmetika, Futtermittelzusätze und Pflanzenschutzmittel, Waschmittel und Chemikalien und vieles andere mehr gefordert.

Es besteht somit die Aufgabe von höchster Priorität, Ersatzmethoden zu diesen zwingend vorgeschriebenen Tierversuchen, bei denen große Zahlen an Tieren "verbraucht" werden, zu entwickeln.

Es ist möglich, standardisierte Tierversuchsmodelle, die in allen Unternehmen gleich ablaufen, gegen standardisierte andere Methoden auszutauschen. Dem voraus geht allerdings eine intensive Entwicklungsarbeit von neuen Methoden. Anschließend müssen sogenannte internationale multizentrische Validierungsstudien durchgeführt werden und erst dann kann die Anerkennung durch die entsprechenden Regierungsbehörden erfolgen.

Um Tierversuche dauerhaft ersetzen zu können, ist eine verstärkte Kooperation von Industrie, Forschungseinrichtungen und Behörden unerläßlich.

Mehr Informationen über unsere Tätigkeiten in diesem Bereich finden sie noch auf der Seite www.zet.or.at.